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Medienecho  Jahrgang  2014

Hier finden Sie Berichte, sortiert nach Jahren

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Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Montag den 08.12.2014, berichtet unter der Überschrift:
Für Vereine ist wieder  Geld im Fördertopf (VON UWE LEMKE)

 Foto: Volker Schwarz

In Schwarzbach - einem Ortsteil von Königsfeld - ist es gelungen, vier Vereine in einem Netzwerk zusammenzubringen. Im September 2013 konnte somit das Erntedankfest erstmals als kultur-touristische Aktivität gestaltet werden. Durch die gebündelten Kräfte und neue Werbemaßnahmen entstand eine neue Qualität des Festes.


Blick  Lokalanzeiger am Mittwoch für Mittweida
bäuerliche Kunst erhalten  - 
Jubiläum  -  Förderverein besteht seit 15 Jahren

Der Förderverein Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur besteht seit 15 Jahren und feierte letzte Woche dieses Jubiläum. In 15 Jahren wurde in Schwarzbach ein Museumsdorf aufgebaut welches einmalig in der Region ist. Die Häuser mit Fachwerk und Naturmaterial stammen aus einem Umkreis von zehn Kilometern und sind typisch für die Rochlitzer Region.
„Sie haben einen Wert von ca. 3,5 Millionen Euro. Im Haus des Handwerks finden sich Ausstellungen zur Imkerei, zum Korbmacher, ein Webstuhl, Wäschemängel und zum Back- und Schlachtfest am 30. November wird eine neue Bäckerausstellung eröffnet“, berichtet Vereinschef Klaus Zschage. Für 2015 wurde beim Kulturraum ein Antrag für eine Fachkraft für das Museum gestellt. Dafür hat die Gemeinde Königsfeld bereits die Finanzen in ihren Haushaltsplan eingestellt. Das Back- und Schlachtfest ist von 10 bis 16 Uhr.

 

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Dienstag den 25.11.2014, berichtet unter der Überschrift:
Förderverein feiert Jubiläum (VON MARIO HÖSEL)

Foto: Mario Hösel

Auf 15 erfolgreiche Jahre kann der Förderverein Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur Schwarzbach zurückblicken. Dies wurde nun im Museum mit Gästen und Unterstützern gefeiert. Die Geschichte des Museums in Schwarzbach begann im Jahr 1998 mit dem Wiederaufbau eines zuvor in Doberenz abgebauten Wohnstallhauses. Der Verein gründete sich damals mit acht Mitgliedern, um das Museum zu betreiben. Mit vielen Ausstellungsstücken rund um das Leben auf dem Land sowie altes Handwerk gibt es immer wieder Neues zu entdecken, so am Sonntag beim Back- und Schlachtfest. Dabei wird auch die neue Bäckereiausstellung eröffnet. (hö)

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Dienstag den 29.10.2014, berichtet unter der Überschrift:
Bauermuseum zeigt künftig historische Backstube (VON RITA TÜRPE)

Projektbetreuerin Brunhilde Becker, Obermeister Uwe Paulig,  Fördervereinschef Klaus Zschage und Gestalter Jens Schneider (v. li.) trafen sich gestern im künftigen Bäckerladen des Museums.       Foto: Mario Hösel

Die Schau zum Bäckerhandwerk in Schwarzbach soll attraktiver werden. Obermeister Uwe Paulig hilft dem Museum mit fachlichen Tipps.

Schwarzbach. Ein neu gestalteter Ausstellungsbereich zum Bäckerhandwerk soll zum Fest im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach am 30. November zum Staunen und Erleben einladen. Das Konzept ist fertig, für die Umsetzung stehen insgesamt 3500 Euro Zuschuss von der Gemeinde Königsfeld sowie Fördermittel zur Verfügung. Gestern hat zudem der Obermeister der Bäckerinnung Mittweida, Uwe Paulig, die Räume und Ausstellungsstücke inspiziert. "Die Sammlung ist gut und umfangreich, doch ihr fehlt bisher der rote Faden", urteilte er.

Sein Tipp an Fördervereins-Chef Klaus Zschage und Projektbetreuerin Brunhilde Becker: "Weniger Exponate zeigen, diese aber so, dass Museumsbesucher die Arbeitsabläufe in einer Bäckerei verfolgen können."Bei der schrittweisen Umgestaltung des Museums werde die Schau zum Bäckerhandwerk in zwei benachbarten Räumen im Obergeschoss der ehemaligen Schmiede untergebracht, so Zschage. Ein Raum wird als historische Backstube eingerichtet, der angrenzende als Bäckerladen.
Auch Hinweisschilder mit falschen oder unkorrekt geschriebenen Bezeichnungen werden Ausgetauscht. Das klassische Hilfsmittel zum Teilen von Torten in gleichmäßige Stücke heiße eben nicht Tortenschneider, wie bisher im Museum zu lesen, sondern Tortenteiler, erklärt Paulig.

Das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur im Wiesenweg 1a in Schwarzbach besteht aus sechs unter Denkmalschutz stehenden historischen Fachwerkhäusern, die hierhin umgesetzt worden sind.
Museum und Ausstellungen mit historischen Exponaten zur bäuerlichen Kultur werden vom Förderverein betreut. Dieser ist laut Vereinschef Klaus Zschage 1999 entstanden, das Museum ist 2000 eröffnet worden.
Am 30. November wird der Saisonausklang mit einem Back- und Schlachtfest gefeiert. Dann soll auch die neue Schau zum Bäckerhandwerk erstmals zu sehen sein. (tür)

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Montag den 20.09.2014, berichtet unter der Überschrift:
Eine Kirmesschaukel wie in alten Zeiten (VON MARIO HÖSEL)

Bei herrlichen Spätsommerwetter lockte die Kirmes im Museum Schwarzbach gestern etwa 160 Besucher in den Königsfelder Ortsteil.
Schwarzbach - Das ungewöhnlich freundliche Oktoberwetter kam den Schwarzbachern gerade recht: Kirmesschaukel, Sommerkegelbahn und Wettbewerbe im Stelzenlaufen oder auf dem Steckenpferd sorgten für Kurzweil bei den Kirmesgästen. Und neben all den Vergnüglichkeiten konnten sich die Besucher in den Ausstellungen des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur ein Bild vom Landleben längst vergangener Tage machen.
Dies hat auch Marcel Todtermuschke aus Kuhschnappel getan. Seine Familie und er waren von dem Museum begeistert: "Es ist alles sehr schön gestaltet, da steckt sicherlich sehr viel Arbeit drin.
Die Ausstellungen sind schön zusammen-gestellt.
Stelzenlaufen oder auf dem Steckenpferd sorgten für Kurzweil bei den Kirmesgästen.
Und neben all den Vergnüglichkeiten konnten sich die Besucher in den Ausstellungen des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur ein Bild vom Landleben längst vergangener Tage machen. Es ist auch für die Kinder eine tolle Sache, einmal anschaulich dargestellt zu sehen, wie früher gearbeitet wurde. Klasse ist auch die Kirmesschaukel! So etwas gibt es ja kaum noch zu erleben." Sohn Paul fand die Schaukel zwar auch nicht schlecht, am besten hat ihm aber die kleine Sommerkegelbahn gefallen. Für Klaus Zschage, den Vorsitzenden des Fördervereins Museum Schwarzbach, ist es immer wieder eine Freude, zu sehen wie sich mancher Besucher beim Anblick alter Technik an seine Kindheit erinnert. Andere fragen nach, weil man manches Gerät oder Werkzeug noch nie gesehen hat, und lassen sich die Exponate erklären. Dabei kann es dann auch schon mal um die Herstellung von Malzkaffee aus Sommergerste gehen.
Sicher ist, dass die insgesamt zwanzig Vereinsmitglieder zumeist die richtigen Antworten parat haben. Derzeit sind die Mitglieder mit der Umgestaltung der Bäckerausstellung beschäftigt. Der Förderverein des Museums feiert im November sein 15-jähriges Bestehen. Mit dem traditionellen Back- und Schlachtfest klingt die diesjährige Saison im Museum am 30. November aus.

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Freitag den 22.08.2014, berichtet unter der Überschrift:
Architektur der sechs Häuser ist einmalig (Von Christine Hirschfelder)

Schwarzbach ist auf dem Weg zum Museumsdorf. Vorrangig bedarf es, Geldquellen zu erschließen, um Fachpersonal einstellen zu können. Der Gemeinderat will sich in nächster Sitzung dazu positionieren.

Königsfeld/Schwarzbach. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Museumsdorf Schwarzbach, auf dem noch so manche Hürden zu nehmen sein werden. Wie es weiter gehen soll, was zu tun bleibt, darüber informierte Projektmanagerin Brunhilde Becker von der Kulturwerkstatt Waldheim am Dienstag die Gemeinderäte.
Eines vorweg: Die studierte Historikerin ist davon überzeugt, dass das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur zu einem funktionierenden Kulturbetrieb zu entwickeln ist. Sie weiß wovon sie spricht, denn sie gab die fachliche Anleitung für die Vorhaben im Kloster Buch, als es Anfang der 1990er-Jahre darum ging, die einst landwirtschaftlich genutzten Gebäude und das Areal zu einem Kulturbetrieb auf den Weg zu bringen. Der Förderverein wartet heute mit vielfältigen Angeboten auf - die reichen vom Bauernmarkt bis hin zu einem Klosterladen, Führungen im Kloster, das Bewirtschaften der Klosterschänke und vielem mehr.
Zurück zu Schwarzbach: In die sechs unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser, die aus anderen Orten nach Schwarzbach umgesetzt worden sind, wurden mehrere Millionen Euro investiert. "Es ist an der Zeit, dass jetzt etwas herauskommt", betont Becker. Das Sammeln der Häuser mit ihrer besonderen Architektur - das sei das Alleinstellungsmerkmal von Schwarzbach. Dieses müsse in den Mittelpunkt gerückt und mit Projekten untersetzt werden. Laut Becker wurde bereits auf den Weg gebracht ein Fachwerk- und Lehmbauprojekt für Kinder.

Um weitere Projekte mit Bildungscharakter auf die Beine stellen zu können, dazu bedarf es Fachpersonal, das das mit der nötigen Kompetenz anschaulich präsentieren könne. Dazu gehörten wechselnde Ausstellungen und Events, die viele Besucher ansprechen, sagt die Managerin. "Um Personal bezahlen zu können, müssen Geldquellen erschlossen werden", appelliert Becker. Da sei man schon einige Schritte vorangekommen, indem mit einem gleich gelagerten Museum im tschechischen Lesna eine Partnerschaft aufgebaut werden soll, die über die Euroregion Erzgebirge finanziell unterstützt werden könnte. Erste gegenseitige Besuche gab es bereit. Gemeinderat Karsten Dziuballe aus Schwarzbach wollte wissen, was für eine Fachkraft da gesucht werde. Sie sollte Kulturmanager, Historiker,

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Montag den 12.05.2014, berichtet unter der Überschrift:
Hunderte wollen alt Traktoren sehen (Von Christine Hirschfelder)

Das alljährliche Treffen in Schwarzbach lockte auch in der zehnten Auflage Gäste aus nah und fern an.

Schwarzbach. Als der 80-jährige Walter Köhler am frühen Sonntagvormittag in Benndorf bei Frohburg losgefahren war, wartete in Frauendorf bereits Friedheim Berger auf ihn. Gemeinsam fuhren die beiden zum zehnten Lanz-Bulldog und Alttraktorentreffen nach Schwarzbach. Hier wurden sie nicht nur durch den Vereinschef des dortigen Museums, Klaus Zschage, begrüßt, sondern es wurde bei der Gelegenheit ein Erinnerungsfoto geschossen, was sich am Nachmittag auf der Teilnehmerurkunde wieder fand In langer Reihe, beidseits der Straße am Museum, nahmen alle 60 Teilnehmer Aufstellung. Auch Walter Köhler nahm erst einmal die Gelegenheit wahr, alte Freunde und Bekannte zu begrüßen und erste Neuigkeiten auszutauschen.


Als gestern die Oldtimer-Liebhaber, wie hier der 80-jährige Walter Köhler aus Benndorf, ihre Lanz-Bulldog vorglühten und anwarfen, wollten das viele Zuschauer
sehen.                  Foto: Volker Schwarze

IIn langer Reihe, beidseits der Straße am Museum, nahmen alle 60 Teilnehmer Aufstellung. Auch Walter Köhler nahm erst einmal die Gelegenheit wahr, alte Freunde und Bekannte zu begrüßen und erste Neuigkeiten auszutauschen.

"Was wir vor zehn Jahren erzählt haben, das erzählen wir heute wieder", sagte der enndorfer lachend und wurde gleich wieder in ein Gespräch verwickelt. Karin und Roland Gerhardinger aus Schwarzbach kommen stets zu den Treffen, denn Roland hat selbst ein Leben lang in der Landwirtschaft gearbeitet und sich vom Traktoristen zum Meister hochgearbeitet. Von Walter Köhler erfuhren sie alles zu dessen Lanz-Bulldog 35 aus dem Jahre 1961. "
Er wurde vor allem als Antriebsmaschine eingesetzt, zum Dreschen oder als Kreissäge. Mit einem Flachriemen wurden diese über die Riemenscheibe durch das Betätigen der Kupplung angetrieben", sagte der 80-Jährige. Christoph Dietze aus Tautenhain ließ sich, wie andere Besucher auch, das Vorglühen und Andrehen des Lanz-Bulldog von Köhler erklären.
Linus Lichtenfeld aus Grüna war mit seinen Großeltern gekommen. Ihm gefiel der Maulwurf-Traktor mit am besten. "Das ist ein alter Geräteträger aus DDR-Zeiten, Baujahr etwa 1958/60", bemerkte dessen Großvater Lothar Berger aus Weißbach. Besser hatte es Linus allerdings beim Schmied gefallen, der dort ebenfalls sein Handwerk präsentierte.
Vereinsvorsitzender Klaus Zschage war glücklich darüber, dass sich seine 21 Mitglieder wieder mit aller Kraft einbrachten. Zehn Eimer Linsensuppe hatte allein Köchin Ingeborg Bernhard gekocht. Gemeindechef Frank Ludwig freute sich nicht nur über die geschätzt bis zu 500 Besucher, sondern nahm mit seinem knallroten Lanz-Bulldog 45, Baujahr 1952, selbst am Jubiläumstreffen teil. Enkel Hannes drängelte derweil schon zur gemeinsamen Runde mit dem Traktor.

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Donnerstag den 09.05.2014, berichtet unter der Überschrift:
Bulldug-Treffen am Museum

In Schwarzbach gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit Traktoren aus vergangener Zeit.
Höhepunkt ist ein Corso mit den Technik-Veteranen.

Schwarzbach Historische Landmaschinen sind die Attraktion beim 10. Lanz-Bulldog- und Alttraktorentreffen am Sonntag im Königsfelder Ortsteil Schwarzbach. Auf dem Gelände am Museum werden dazu laut Mitorganisator Klaus Zschage etwa 500 Teilnehmer aus der Region und aus Thüringen sowie rund 300 Besucher erwartet.
Veranstaltet wird das Treffen vom Förderverein des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur, den Zschage leitet. "Das Interesse an der bis zu 80 Jahre alten, primitiven, aber einst nützlichen Technik ist groß", sagt der 76-jährige ehemalige Schlosser und Mitarbeiter einer Motoren-Traktoren-Station.
Zunehmend würden die Landwirtschafts-Oldtimer auch von jungen Leuten bewundert, "die so etwas bisher höchstens aus dem Fernsehen kennen". Von den Teilnehmern, die mit ihren fahrtüchtigen und zumeist in einem originalgetreuen Zustand wiederaufgebaut Nutzfahrzeugen am Treffen teilnehmen, können die Besucher laut Zschage viel Wissenswertes erfahren. Eine spannende Frage sei etwa, was es mit dem "Vorglühen" auf sich habe.
Wer das erkunden wolle, habe dazu am Nachmittag Gelegenheit, erklärt Zschage. Denn vor dem Start zum Corso, bei dem die Fahrzeug-Veteranen eine etwa zwei Kilometer langen Rundfahrt durch den Ort unternehmen, müssten die Ein-Zylinder-Glühkopfmotoren mit der Lötlampe erhitzt werden. Erst wenn ausreichend vorgeglüht sei, könnte bei diesen Fahrzeugen der eingespritzte Kraftstoff zum Entzünden gebracht werden, so der Fachmann. Bald darauf dröhnt der Boden, wenn sich die Fahrzeuge nach und nach in Bewegung setzen. Den 21 Mitgliedern des Vereins geht es vor allem darum, ländliche Geschichte erlebbar zumachen.

Dazu sind Traktoren und Ackerschlepper wie die zwischen 1921 und 1957 von der Mannheimer Firma Heinrich Lanz gebauten Lanz Bulldog-Fahrzeuge aus Zschages Sicht geeignet.
Alttraktoren-Treffen in Schwarzbach, Wiesenweg 1, am Sonntag, 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt zur Veranstaltung und ins Museum kostet 2,50 Euro, ermäßigt zwischen 1,50 und 2 Euro. Für Kinder bis 6. Geburtstag ist frei.



Bulldog-Freund Jürgen Heinrich zeigt einen Oldtimer aus dem Jahre 1939. Jörg Fröhlich und Sohn Fritz aus Schwarzbach sind von der Technik begeistert.

Foto: FOTO: ARMIN LEISCHEL/Archiv

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Donnerstag den 17.04.2014, berichtet unter der Überschrift:
Erlebnisdorf: Macher hoffen auf Geld
 (VON CHRISTINE HIRSCHFELDER)

Das Projekt in Schwarzbach soll durch eine Partnerschaft mit dem Horsky-Club Lesna in Tschechien angekurbelt werden. Finanzielle Unterstützung könnte es vom Verein Euroregion geben.

  In Schwarzbach hofft man auf Geld, um den Betrieb des Museums (im Hintergrund) sicher zu stellen. <br><br><em>
        Foto: Mario Hösel </em>

In Schwarzbach hofft man auf Geld, um den Betrieb des Museums (im Hintergrund) sicher zu stellen.          
Foto
: Mario Hösel

Schwarzbach.  Erste Schritte hin zu einem Erlebnisdorf Schwarzbach sind getan. Jetzt geht es auf die Suche nach finanziellen Mitteln für die Umsetzung von Projekten. Da führe kein Weg am Verein Euroregion Erzgebirge vorbei, sind sich Projektmanagerin Brunhilde Becker, die der Gemeinde bei der Umsetzung des Vorhabens fachlich zur Seite steht, und Königsfelds Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos) einig. Mitglieder des Vereins weilten bereits im August 2013 in Schwarzbach und informierten sich vor Ort. Wohlwollend wurden die Vorstellungen aufgenommen, ebenso vom Vorsitzenden des Horsky-Club Lesna aus Tschechien.

 

 

"In der Vorwoche fand ein Gegenbesuch statt. "Eine Partnerschaft mit dem Klub wäre denkbar, weil er ebenso die bäuerliche Tradition pflegen und wir von den Erfahrungen profitieren könnten", sagt Frank Ludwig. In Tschechien arbeitet der Klub mit einem Bildungsträger zusammen, der sich vor allem um die Belange der Kinder und Jugendlichen im Museum kümmert. "Das wollen wir auch bei uns umsetzen", meint der Bürger-meisterDoch dazu und ebenso für die Beschäftigung einer Museumsfachkraft bedarf es finanzieller Mittel. "Es ist an der Zeit, alles zu Papier zu bringen und einen Fördermittelantrag beim Verein Euroregion zu stellen", sagt die Projektmanagerin. Sie gehe davon aus, Fördermittel im zweiten Halbjahr 2015 zu bekommen. Auch die Gemeinde Königsfeld ist in der Pflicht, denn für jede Maßnahme muss die Kommune die Eigenmittel aufbringen. Frank Ludwig: "Darüber und wie das Vorhaben Erlebnisdorf langfristig zu gestalten, zu unterstützen und mit Leben zu erfüllen ist, das sollte gemeinsam mit den Gemeinderäten erörtert werden."
Was wurde bisher getan? Seit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages und der gemeinsamen Ausgestaltung des Erntedankfestes im Vorjahr sind die Schwarzbacher Vereine enger zusammengerückt.
Ein weiteres Projekt ist in Vorbereitung: die Sterntour am 15. Juni. Die fünf Tafeln am Lehrpfad zwischen Museum und Kirche stehen, und informieren die Gäste über Besonderheiten im Ort. Die Infoinseln an den Gebäuden, die das Museum bilden, sind angebracht. Die Geschichte der Häuser soll dokumentiert werden. Dazu bedarf es einer Erfassung und Darstellung des Gutes, was die Häuser einmal für die Nachwelt beherbergen sollen. "Um das umsetzen zu können, fehlt es an Fachpersonal", schätzt Brunhilde Becker ein.
So auch für das neue Angebot für Kinder: Fachwerk- und Lehmbau zum Selbermachen, das bis Jahresende als Pilotprojekt erstellt sein soll. Die Kosten dafür beziffert Becker mit zirka 8000 Euro, die je zu 50 Prozent vom Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen und der Gemeinde Königsfeld übernommen werden. Die Museums-Häuser in Schwarzbach sollen als Baukastensystem maßstabgerecht entwickelt und mit einem Anleitungsheft versehen werden. "Kinder sollen sich so einen Giebel, Außenwände oder eben ein ganzes Haus bauen können - aus Stroh, Lehm und den erforderlichen Holzteilen", erklärt Becker. Im kommenden Jahr soll der Bausatz vor Ort und darüber hinaus vermarktet werden.

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Montagtag den 31.03.2014, berichtet unter der Überschrift:
Museum startet in neue Saison
 (VON RALF HÄRTEL)

 

 Annerose und Klaus-Dieter Augustin aus Geithain hatten gestern passend zum kulinarischen Fest unter Anleitung von Klaus Zschage (v. r.) eine alte Semmelmaschine in Beschlag genommen. <br><br><em>
Annerose und Klaus-Dieter Augustin aus Geithain hatten gestern passend zum kulinarischen Fest unter Anleitung von Klaus Zschage (v. r.) eine alte Semmelmaschine in Beschlag genommen.
Foto: Ralf Härtel


Schwarzbach. Mit dem traditionellen Back- und Schlachtfest ist gestern das Schwarzbacher Museum in die neue Saison gestartet. Bereits kurz bevor sich die Türen des Museumsdorfes öffneten, bevölkerten dort etliche neugierige und vor allem recht hungrige Besucher das Gelände, um von den selbst produzierten Leckerbissen etwas abzubekommen. Die waren - wie schon in den Vorjahren - außerordentlich beliebt.
Das kulinarische Angebot für die Gäste reichte dabei von frisch gebackenen Broten und Kuchen bis hin zu deftigen Wurstkreationen und Schinken, der vor wenigen Tagen noch in einer Räucherkammer hing. "Das ist ein Schälbraten, der besonders zart und nicht allzu fett ist", erzählte Klaus Zschage, der seit 1999 als Chef des Museumsfördervereins fungiert.

Ins Getümmel stürzten sich auch Annerose und Klaus-Dieter Augustin, die mit dem Fahrrad aus Geithain nach Schwarzbach gekommen waren. "Wir finden das Fest schön", schwärmte Annerose Augustin. Doch nicht nur das: Die beiden Ausflügler nutzten die Gelegenheit, die historischen Gebäude des Museums zu erkunden, das 2013 immerhin rund 1500 Gäste aufgesucht hatten - darunter zehn Schulklassen aus der Region. "Die Saison 2013 war für uns erneut ein großer Erfolg", resümierte deshalb Zschage. Ein Höhepunkt war unter anderem das Erntedankfest Ende September, bei dem die Kirche in Schwarzbach mit einbezogen wurde. "Darüber hinaus wurden mithilfe des Kulturraumes und der Gemeinde Königsfeld fünf Informationstafeln aufgestellt, die zukünftig entlang des Siedlungspfades auf besondere Bauwerke hinweisen", freute sich der 75-jährige.
Die Museumsarbeit wird allerdings in Zukunft nicht einfacher werden. Davon ist Klaus Zschage überzeugt. Denn der Förderverein müsse verstärkter in die Aktivitäten vor Ort mit einbezogen werden, da nur noch zwei Mitarbeiter durch das Jobcenter Mittelsachsen als Arbeitsgelegenheiten bewilligt wurden. Für die beiden Frauen, die bisher im Rahmen einer Bürgerarbeit im Museum beschäftigt waren, läuft das Arbeitsverhältnis Ende März aus. "Ab April wird es bei uns eine geringfügige Beschäftigung geben", blickte der Vereinschef voraus. Unterstützt wird er dabei von der Gemeinde. "Zudem arbeite ich noch an der Finanzierung für eine neue Museumsleiterin", betonte Zschage, der schon emsig die Veranstaltungen für dieses Jahr vorbereitet.
Bis Ende November wird es insgesamt acht davon geben. "Im Rahmen unseres Handwerkertages am 16. Juni soll es zum ersten Mal auch eine Sterntour ringsum um den Ort geben", erklärte Zschage. Mit im Boot seien dann auch das Museum von Gottfried Schneider und das vom Heimatverein. Beide Häuser öffneten zu der Gelegenheit extra für die Gäste ihre Türen.

 

Freie Presse, Rochlitzer Ausgabe vom Mittwoch den 26.03.2014, berichtet unter der Überschrift:
Kulinarischer Start in Museumssaison
 (VON RALF HÄRTEL)

Back- und Schlachtfest An diesem Sonntag geht es auf dem Schwarzbacher Museumsgelände wieder kulinarisch zu. Die Saison startet dort ganz traditionell mit dem Back- und Schlachtfest, das seit Jahren etliche Gäste anlockt.  Die Speisekarte hält auch dieses Mal allerlei köstliche Schlemmereien aus frischen Produkten bereit, die nicht nur vor Ort in dem einzigartigen Museumsdorf probiert, sondern ebenso in der Tüte mit nach Hause genommen werden dürfen.

 Klaus Zschage mit seinem frisch geräucherten und gewickelten Schinken. <br><br><em>Klaus Zschage mit seinem frisch geräucherten und gewickelten Schinken.
Foto: Ralf Härtel
Das kulinarische Angebot am Sonntag reicht von Süßem bis hin zu Deftigen. "Unsere Bäcker werden frisches Brot und am Nachmittag leckeren Kuchen im Holzbackofen backen", macht Klaus Zschage neugierig, der seit 1999 Chef vom Förderverein des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur ist. Weil er seine Gäste kennt, wurde in diesem Jahr die Wurstproduktion etwas erhöht. Dafür wurden extra zwei Schweine vom Fleischer geschlachtet. "Daraus werden Semmelwurst, Sülzwurst, Leberwurst und Knacker produziert", erzählt Zschage. Auch frischer Schinken wird im Angebot sein, der zuerst gepökelt, dann gewickelt und im Anschluss geräuchert wird. "Es handelt sich dabei um Schälbraten, der zart und nicht zu fett ist", lässt der Vereinsvorsitzende wissen. Zum Mittagessen wird es für die Besucher Wellfleisch, Kartoffeln und Sauerkraut geben. Auch eine Schlachtplatte mit frischem Brot aus dem Backofen wird auf Wunsch gereicht. Umrahmt wird die Saisoneröffnung im Museum mit einem Schauschmieden und dem Besuch eines Korbmachers. Das Back- und Schlachtfest kann von 10 bis 16 Uhr besucht werden. Ab 11 Uhr wird beim Mittagessen und ab 14 Uhr bei Kaffee und Kuchen zugegriffen. Verbunden werden kann der Besuch mit einer Stippvisite im Museum.