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03.12.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Backöfen schon Tage vorher angeheizt

Ob frische Wurst oder selbst gebackener Stollen – das Back- und Schlachtfest zieht Gäste aus nah und fern nach Schwarzbach.

Schwarzbach. Zum Saisonende gab es im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach am Sonntag wieder das traditionelle Back- und Schlachtfest. Weit vor Mittag kamen schon so viele Gäste, dass bei den frischen Erzeugnissen wie Wurstbrühe und Wellfleisch nachgelegt werden musste. „Leber- und Blutwurst sowie der Hackepeter und die Schinken sind der Renner“, sagte Verkäuferin Corinna Ungermann. Auch in der historischen Backstube ist vor zwei Wochen schon vorgearbeitet worden. 30 Dreipfünder-Stollen und die Plätzchen haben die Bäcker Michael Sturm und Stefan Findeisen, zwei Vereinsmitglieder, gebacken. Zwei bis drei Tage werden die Haubenbacköfen mit trockenem Birken-, Nadel- oder Hartholz vorgefeuert, um am Backtag 230 Grad Celsius zu erreichen. Auf 120 Brote wollte man es am Backtag bringen.

Fleischermeister Otfried Görlitz aus Mittweida kommt immer zum Schlachtfest, um zu sehen, wie seine Maschinen laufen. Von ihm hat der Verein einen Griebenschneider, eine Spritze sowie die Meng- und eine Schinkenwickelmaschine. Mit der Qualität der Produkte ist der Fachmann sehr zufrieden. So geht es auch Monika Eckert aus Leisnig. „Wir kommen am ersten Advent immer hierher, weil die Wurstbrühe so gut schmeckt. Wir kaufen einen Stollen, der aber erst Weihnachten angeschnitten wird. Ein paar Beutel mit Gebäck habe ich auch schon“, sagte sie. Zum fünften Mal war Rainer Viehmann aus Lutherstadt Wittenberge in Schwarzbach. „Ich bin auch so ein Liebhaber von alten Bauernhäusern und habe selbst ein kleines, altes Fachwerkhaus bei Leisnig als Wochenendhaus. Am liebsten komme ich zum Handwerkstag, zur Kirmes und natürlich zum Back- und Schlachtfest“, sagte der Sachsen-Anhalter.

Diese Tage gehören auch im kommenden Jahr wieder zu den Eckpunkten des Veranstaltungsplanes am Museum. Nicht zu vergessen das Lanz-Bulldog- und Alt-Traktoren-Treffen, die Sommernacht und der Tag des offenen Denkmals im Museum sowie die Erlebnistage für Kinder und Jugendliche und das Erntedankfest. „Wir haben eine Museumskonzeption, die sich am Erlebnisdorf Schwarzbach ausrichtet“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus Zschage. Im „Poppitzer“ Gebäude sollen zudem zwei Treppen und vier Türen fertig gestellt werden. Volker Schwarze

23.11.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Gartenmeister 2012 im Museum Schwarzbach geehrt

Das sind die Hobbygärtner mit dem grünen Daumen des Jahres 2012. Sie erhielten gestern im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur Schwarzbach ihre Preisgelder. Bei Kaffee und Kuchen blieb auch Zeit, um ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei Erfolge, Ereignisse und Erlebnisse beim Gärtnern. Ruth Schilling, Geschäftsführerin des Hagebaumarktes Hainichen ließ es sich nehmen, die Gutscheine persönlich zu überreichen. Der Hagebaumarkt ist seit zehn Jahren gemeinsam mit dem Kreisverband der Kleingärtner Mittweida Partner der Aktion „Freie Presse“. Bei der Preisvergabe konzentrierte sich die Jury vor allem auf die Kreationen, in denen zu erkennen war, dass eine echte gärtnerische Leistung vorliegt oder ein großer Aufwand dahinter steht – zum Beispiel, um eine Pflanze über harte Winter zu bringen. An der Gartenmeisterschaft beteiligten sich 114 Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Im Anschluss an die Kaffeerunde lud Vereinsvorsitzender Klaus Zschage die Gäste zu einem Museumsrundgang ein.

25.10.2012 / Blick – Lokalanzeiger für Mittweida

Handwerkern auf die Finger geschaut

Handgemacht: Korbmacher- und Schmiedemeister holen alte Berufe in die Gegenwart.

Schwarzbach. Wer zurückliegenden Sonntag im Schwarzbacher Museum zur traditionellen Kirmes vorbeischaute, der musste diesmal etwas mehr Zeit mitbringen. Denn neben einem bunten Mitmachprogramm für die ganze Familie sowie süßen und deftigen Appetitshäppchen, die aus der Museumsküche gereicht wurden, durfte versierten Handwerkern auf die Finger geschaut werden. Der Tag des traditionellen Handwerks bot sich dafür geradezu an. Neugierige Blicke von den Besuchern erntete unter anderem Claus Hentzschel, der jede Menge Geschick beim Flechten von Körben aus Weidenholz und Besen aus Birkenreisig bewies. „Da muss man schon Fingerspitzengefühl und Ausdauer mitbringen, denn bis ein größerer Korb fertig ist, vergehen schon einmal ein bis zu zwei Stunden“, erklärte der Korbmachermeister. Seine stabilen Naturprodukte hatte er zwischen 1964 und 1989 vor allem für die Landwirtschaft und Bäuerliche Handelsgenossenschaft produziert. Hentzschel kam allerdings nicht allein. Ins Staunen kamen die Gäste ebenso bei Gerd Winter. Der Schmiedemeister hatte bei knapp 1.400 Grad Eisen am Schmiedeherd zum Glühen gebracht, um sie im Anschluss bearbeiten zu können. „Aus ihnen entstehen Türbänder, die später in den Museumsgebäuden Verwendung finden“, sagte Winter, er als ehrenamtlicher Schauschmied das alte Handwerk in die Gegenwart holte und damit die Besucher begeisterte. rh

22.10.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Museum und Kirche feiern gemeinsam

Traditionelles Handwerk konnten Besucher der Kirmes in Schwarzbach sehen. Einige Gäste waren weit angereist.

Schwarzbach. Um Handwerk und Religion ging es gestern Nachmittag in Schwarzbach. Die hiesige Kirchgemeinde und das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach haben gemeinsam zur Kirmes geladen. „Kirmes ist ein volkstümlicher Begriff, kommt aber von Kirchweih“, begründete die Mitarbeiterin in der Pfarramtsverwaltung, Evelyn Ziegelt die Zusammenlegung. Die Kirche sei 1883 geweiht worden, gestern habe man das Kirchweihfest samt Abendmahl gefeiert, sagte Ziegelt: „Mit der Kirmes waren immer große Feste, fröhlicher Tanz sowie Jubel und Trubel verbunden. Deswegen haben wir uns auch mit dem Museum zusammengetan.“

Korbmachermeister Claus Hentzschel aus Leupahn war der erste, der seine Arbeit aufnahm und Besucher begrüßte. Seit 1968 ist er Meister. Damit er seinen Beruf als Korbmacher selbständig ausüben konnte, habe er längere Zeit bei der Armee in der DDR gedient, berichtete Hentzschel. „Seit der Wende hat sich aber vieles verändert, und nun zeige ich im Museum, wie man aus Weidenruten Handkörbe herstellt. Für einen Korb brauche ich zwei Stunden.“ Zu DDR-Zeiten habe er sich aus Weide aus Aken besorgt, sagte er lachend. Mit einem Lkw aus der Mühle, der Eispulver nach Magdeburg schaffte, habe er die Weide auf dem Rückweg mitgenommen.

Bei Schmied Gerd Winter hatten sich inzwischen Besucher aus Leipzig eingefunden. Thomas Rößler hatte über das Internet von der Veranstaltung erfahren. Als Kind habe er in Schwarzbach gewohnt, berichtete der Leipziger. Gestern zeigte er Sohn Thaddeus (6) und Tochter Thabea (2) das alte Handwerk. „Ich möchte wissen, wie die das früher gemacht haben. Der Hammer ist mir aber noch zu schwer“, sagte Thaddeus.

Spaß hatte auch die Rochlitzerin Karin Eckelt, die der Kirmes gemeinsam mit ihrer Schwägerin Angela und ihrem Bruder Uwe Hollien aus Fulda einen Besuch abstattete. Die drei probierten die Kirmesschaukel aus. Das Gerät bestand aus einer großen geschmückten Leiter, die mit einer Decke abgedeckt an starken Tauen aufgehängt wurde.

Das Buttern übernahm in gewohnter Manier der Vereinsvorsitzende Klaus Zschage selbst. Dabei wird mit dem Separator Milch in Magermilch und Sahne getrennt, woraus wiederum Quark und Butter hergestellt werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe wurden am Nachmittag geschlagen: Weil sich das Museum aus Platzgründen von einigen alten Geräten trennen musste, wurden zwei Nähmaschinengestelle mit neuer Tischplatte versteigert. Die Einnahmen sollen dem Museum zu Gute kommen. Volker Schwarze

20.09.2012 / Blick – Lokalanzeiger für Mittweida

Museum als Kulturbetrieb – Strukturänderung – Schwarzbach soll Erlebnisdorf werden

Damit in der Gemeinde Schwarzbach der Tourismus noch mehr angekurbelt wird, soll der Ort zukünftig mit seinen historischen Gebäuden als Erlebnisdorf vermarktet werden. Zwar steht das ehrgeizige Projekt noch in den Kinderschuhen. Recht konkret zeichnet sich allerdings die Umsetzung im Schwarzbacher Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur ab, das in den nächsten Jahren als funktionierender Kulturbetrieb weiterentwickelt werden soll. Das Museum, das bereits seit 1997 von einem engagierten Förderverein mit Klaus Zschage an der Spitze betrieben wird, muss dafür sein bisheriges Konzept ändern.

Das bedeutet, es wird sich zukünftig nicht mehr alles um das Museum als solches drehen, sondern vor allem um die ganzheitliche Dorfentwicklung von Schwarzbach. „Die Umsetzung des neuen Konzeptes sieht unter anderem vor, dass die Räume in den Museumsgebäuden thematisch ausgestaltet werden“, sagte Vereinschef Zschage. „So wird beispielsweise in einem der Häuser das Landleben gezeigt, während in einem anderem Gebäude eine Ausstellung zum Handwerk der Region zu sehen sein wird“, blickt Zschage voraus. Das wiederum bedeutet aber auch, dass einige der bisherigen Exponate dann nicht mehr den Besuchern präsentiert werden können. Dazu zählen unter anderem über 200 Nähmaschinen, von denen einige Leihgaben sind. Die restlichen gehören zum Museumsbestand.

Momentan werden die Nähmaschinen erfasst. „Im Anschluss kontaktieren wir dann die Leihgeber, die sich entscheiden können, ob sie ihre Maschinen zurückhaben wollen oder ob wir sie behalten“, sagt Zschage. Die traditionellen Veranstaltungen, zu denen auch das Erntedankfest an diesem Sonntag zählt, sollen jedoch künftig erhalten bleiben. Die Entwicklung zum Kulturbetrieb bedarf aber weiterer Veränderungen, weiß Zschage: „Unser Museum kann nicht mehr ehrenamtlich fortgeführt werden, denn wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, wo man dringend über den Einsatz einer Fachkraft nachdenken muss. Das gilt vor allem dann, wenn das Museum später einmal auf sicheren Füßen stehen soll. Und das ist noch ein langer Weg.“ rh

20.09.2012 / Blick – Lokalanzeiger für Mittweida

Metallbauer stolz auf Symbol – Festakt – Im Schwarzbacher Museum wurde Innungsfahne geweiht

Am Sonntag war es nun soweit, die Metall-Innung Mittweida ist wieder im Besitz einer eigenen Innungsfahne. Pfarrer der Kirchgemeinde Schwarzbach-Thierbaum Andreas Illgen übergab im Beisein von Vertretern des Handwerks, der Politik und Wirtschaft die Innungsfahne im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur Schwarzbach ihrer Bestimmung. Das Verbleiben der alten Fahne konnte nicht aufgeklärt werden. Auf Initiative des Schmiedemeisters Günter Schönbrunn aus Frankenberg kam es nun zur neuen Innungsfahne. „Die Fahne ist Symbol für die Zukunft. Sie zeigt unseren Zusammenhalt. Wir Handwerker müssen gerade jetzt, wo das Handwerk nicht seinen besten Zeiten entgegen geht, enger zusammenarbeiten“, sagt Schönbrunn, der Lehrlingswart ist und 1992 seine Firma gründete. Der Fahnenentwurf aus seiner Feder zeigt die Symbole Zahnrad mit Werkzeugen für die Maschinenbauer, das Hufeisen steht für die Schmiede und die Schlüssel für die Schlosser. Innungsobermeister Bernd Strzelczyk bedankte sich zudem bei den 37 Mitgliedern der Metallbau-Innung, die mit ihrer Spende 80 Prozent der Finanzierung leisteten. Unter den mehr als 60 Gästen war auch Ehrenkreishandwerksmeister Rolf Geißler aus Göpfersdorf. „Es macht mich stolz, bei diesem historischen Moment dabei zu sein. Das Handwerk wird weiter bestehen und der Jugend kann ich nur zurufen, bleibt stolze Handwerker und lasst euch nicht unterkriegen“, so der 82-jährige Schmiedemeister, der noch immer im eigenen über hundertjährigen Familienunternehmen tätig ist. afu

30.07.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Traditionshandwerker zeigen ihr Können

Mehr als 100 Besucher erlebten die Sommernacht im Schwarzbacher Museum. Dabei kamen Jung und Alt auf ihre Kosten.

Schwarzbach. Das Museum im Königsfelder Ortsteil Schwarzbach hat schon lange kein Gasthaus mehr gesehen. Da kommt für die Einwohner eine gut organisierte Sommernachtsfeier mehr als gelegen. Genau eine solche veranstaltet das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur jedes Jahr. Auch am Samstag zog die Veranstaltung nicht nur die Schwarzbacher, sondern Besucher aus der ganzen Region an.

Der Chef des Fördervereins der Einrichtung, Klaus Zschage, ist mit seinen 74 Jahren noch kein bisschen müde und hatte von der ersten bis zur letzten Minute alles im Griff. Er begrüßte die Gäste, hatte deren leibliches Wohl im Blick und drehte schon mal selbst ein Video über Vorführungen der Traditionshandwerker, die dem Museum mehr Leben einhauchen als wahrscheinlich jedem anderen im Lande.

Pädagogischer Auftrag

Die Schwarzbacher Einrichtung mit sechs historisch exakt wiederhergestellten Häusern samt Wohn- und Arbeitsräumen erfüllt außerdem vorbildlich einen selbst auferlegten pädagogischen Auftrag. Die Sparte Jugend und Soziales der Sparkassenstiftung Mittelsachsen fördert Museumsbesuche für Schulen, Kitas, Horte und Co. – allerdings unter der Bedingung, dass ein solcher Bildungsauftrag umgesetzt wird. „Seit diesem Jahr sind wir in diesem Pool“, erklärte Zschage. Die Interessenten bewerben sich dabei um die Erstattung aller ihrer Kosten für die Teilnahme am musealen Erfahrungsprojekt. „Es hat 14 Tage gedauert, und alle Mittel waren vergriffen. So stark ist das Interesse“, erläuterte Zschage. Man selbst habe dafür einen „Erlebnistag Museum“, an dem fast 200 Kinder und Jugendliche teilnahmen, organisiert. Für diese wurden Aktionen wie eigenhändiges Backen unter dem Motto „Vom Getreidekorn zum Brot“ sowie Malzkaffee-Fertigung umgesetzt. Auch ländliche Arbeiten wie das Ausmessen von Flächen mit dem Feldzirkel standen auf dem Programm.

Schauarbeiten angefertigt

Etwas spielerischer war da schon das Angebot zur Museums-Sommernacht. Dosenwerfen, Lehmfigurenformen und das Staunen beim Korbmacher oder Schmiedemeister Gert Winter aus Königsfeld, der hier im historischen Ambiente ehrenamtlich Schauarbeiten anfertigte, gehörten dazu. In der dem Amboss benachbarten historischen Schmied-Stube hängt noch eine historische Urkunde seines Großvaters von der Schmied-Dynastie Winter.

Unter den Besuchern war auch Inge Schwarze aus Leisnig. „Hier kommen Kindheitserinnerungen hoch“, sagte die 71-jährige. Ihre Mutter habe in der Landwirtschaft gearbeitet, und sie habe die Eindrücke damals tief in sich aufgenommen. Dies sei ihr erster Besuch in dem Ortsteil. Und sie stellte fest, dass im Museumskomplex das Wichtige weitgehend vorhanden ist. „Wenn der Mond noch scheint, ist unser Sommerfest fast wie eines an den Mosel- oder rheinischen Fachwerkhäusern“, schwärmt dagegen der 51-jährige ortsansässige Matthias Dziballe.

Das Museum besuchten im vergangenen Jahr knapp 2000 Menschen. Tendenz steigend. Die Sommernacht allein zog laut Veranstalter mehr als 100 Gäste an. Ralph Hergödt

19.06.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Handwerkertag: Händler stellen alte Künste vor

Schwarzbach. Am Sonntag ist der Trubel am Bauernmuseum in Schwarzbach wieder groß gewesen. Denn die Veranstalter hatten zum Handwerkertag geladen, an dem sich zahlreiche Händler beteiligten. Dabei konnten die Besucher hautnah dabei sein, wie die Händler ihre Künste unter Beweis stellten. Der Leiter des Museums für bäuerliche Kultur und Volksarchitektur, Klaus Zschage, beteiligte sich selbst. "Ich bin heute für das Buttern zuständig", verriet er. Das selbst gebackene Brot kam bei den Besuchern gut an. Von den 64 Laiben waren bereits zum Mittagessen die meisten weg. rosd

19.05.2012 / Wochenspiegel Ausgabe Mittweida

Lanz-Bulldogs sind Liebhaberstücke – Unverwechselbares Motorengeräusch der Lanz fasziniert

Schwarzbach. Da lag es wieder in der Luft. Am späten Sonntagvormittag war das unverkennbare Motorengeräusch der zum 8. Lanz-Bulldog- und Alttraktorentreffen in Schwarzbach anrückenden „Lanz“ zu hören. Bis zum Mittag hatten schon 39 Fahrzeuge ihre Vorzeigeposition rund um das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur eingenommen.

Zu den traditionellen Teilnehmern gehörte Reinhard Riester. So besonders wie sein Lanz-Bulldog D2538, Baujahr 1938, ist auch dessen Geschichte. „Mein Vater hat in den schlesischen Wäldern damit Langholz in die umliegenden Sägewerke gefahren. Als ich zehn Jahre war, mussten wir flüchten und hielten, zu unserem großen Glück, weil es dunkel wurde, gerade am 13. Februar vor Dresden. Von dort aus mussten wir zusehen, wie die Stadt bombardiert wurde“, erzählt der heutige Leisenauer. „Dort hat mein Vater eine Neubauernstelle bekommen und so war der Bulldog immer der Brötchenbringer der Familie“, ergänzt er.

Aus Kohren-Sahlis sind Dieter und Carsten Riedel mit einem Porsche und einem Lanz gekommen, von dessen Sorte nur 450gebaut wurden und er der einzige ist, der noch über ein Kennzeichen verfügt. Vater Riedel will, wie alle Traktorenfreunde, nicht über Geld reden, aber kurz nach der Wende sind für den Lanz sechzigtausend Mark geboten worden. Der Meister für Landtechnik und Instandhaltung will immer einen „Schrotthaufen“, aus dem er noch etwas machen kann. 600 Arbeitsstunden sind dabei gar nichts, ehe alles läuft und blinkt. Mittlerweile hatten sich überall Grüppchen gebildet, wo gefachsimpelt wurde oder den vielen Interessenten die technischen Details erklärt wurden. So erfuhr man von Jürgen Tietze aus Borna, wie man mit einer Heizlampe vorglüht und schließlich mit dem Lenkrad seinen Lanz, 38 PS und Baujahr 1937, zu Gange bringt. Ein Hingucker der Ausstellung war auch der knallrote Lanz-Bulldog aus dem Jahre 1952 mit 45 PS von Frank Ludwig. „Es war ein Wrack, das ich innerhalb von drei Jahren aufgebaut habe und seit fünf Jahren zeigen kann“, sagte der Königsfelder Bürgermeister. So wie er mit seinem Enkel Hannes, waren viele Eltern und Großeltern mit ihrem Nachwuchs da. Familie Ungewiß kam sogar aus Halle. Für ihren Enkel Elias Beier haben sie den weiten Weg auf sich genommen, der sich an den Farben und den Motorengeräuschen der Traktoren erfreute. Ebenso die fünfköpfige Familie Jacob aus Großbothen, denen das Museum in Schwarzbach gut bekannt ist. Chris Eckert war mit seinen Elternaus Leutenhain und eigenem grünen Trettraktor gekommen. „Mir gefallen die Traktoren, weil die einfach eine schöne Farbe haben und so blubbern, wenn die fahren“, sagte der Fünfjährige begeistert.

Entsprechend der Witterung zeigte sich Hauptorganisator Klaus Zschage sehr zufrieden mit der Beteiligung. Im und um das Museum gab es ein reichhaltiges Rahmenprogramm und der Corso durch Schwarzbach war schließlich der Höhepunkt. Kein Wunder dass die Lanz-Bulldog-Freunde und die Fans alter Schlepper sich schon auf das nächste Treffen in Schwarzbach freuen. Vos

14.05.2012 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Lanz-Motoren dröhnen durch Schwarzbach

Rund 40 Teilnehmer kamen mit ihren historischen Gefährten zum 8. Lanz-Bulldog- und Alttraktorentreffen.

Schwarzbach. Am späten Sonntagvormittag war das unverkennbare Motorengeräusch der zum 8. Lanz-Bulldog- und Alttraktorentreffen in Schwarzbach anrückenden Lanz zu hören. Bis zum Mittag hatten schon 39 Fahrzeuge ihre Position rund um das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur eingenommen.

Zu den Teilnehmern gehörte Reinhard Riester. So besonders wie sein Lanz-Bulldog D 2538, Baujahr 1938, ist auch dessen Geschichte. „Als ich zehn Jahre war, mussten wir flüchten und hielten zu unserem Glück, weil es dunkel wurde, gerade am 13. Februar vor Dresden. Von dort aus mussten wir zusehen, wie die Stadt bombardiert wurde“, erzählt der Leisenauer. „Mein Vater hat dann eine Neubauernstelle bekommen und so war der Bulldog immer der Brötchenbringer der Familie“, sagte er.

Aus Kohren-Sahlis sind Dieter und Carsten Riedel mit einem Porsche und einem Lanz gekommen, von dessen Sorte nur 450 gebaut wurden und dieser der einzige ist, der noch über ein Kennzeichen verfügt. Vater Riedel will, wie alle Traktorenfreunde, nicht über Geld reden, aber kurz nach der Wende seien für den Lanz sechzigtausend Mark geboten worden.

Um die Traktoren haben sich schnell Grüppchen gebildet. Dort wurde gefachsimpelt oder den vielen Interessenten die technischen Details erklärt. So erfuhr man von Jürgen Tietze aus Borna, wie man mit einer Heizlampe vorglüht und mit dem Lenkrad den Lanz, 38 PS und Baujahr 1937, in die Gänge bringt. Ein Hingucker war auch der knallrote Lanz aus dem Jahre 1952 mit 45 PS von Frank Ludwig. „Es war ein Wrack, das ich innerhalb von drei Jahren aufgebaut habe“, sagte der Königsfelder Bürgermeister.

So wie Ludwig mit seinem Enkel Hannes waren viele Eltern und Großeltern mit ihrem Nachwuchs da. Familie Ungewiß kam sogar aus Halle. Für Enkel Elias Beier, der sich an den Farben und Motorengeräuschen erfreute, haben sie den weiten Weg auf sich genommen. Chris Eckert hatte seinen eigenen grünen Trettraktor mitgebracht. „Mir gefallen die Traktoren, weil die eine so schöne Farbe haben und so blubbern, wenn die fahren“, sagte der Fünfjährige begeistert. Hauptorganisator Klaus Zschage war mit der Beteiligung sehr zufrieden. Am Nachmittag erreichte das Dröhnen dann seinen Höhepunkt. Der Korso machte sich auf den Weg. Vos

12.05.2012 / Wochenspiegel Ausgabe Mittweida

Lanz-Bulldogs werden wieder angeworfen

Schleppertreffen in Schwarzbach geht in die 8. Runde.

Schwarzbach. Freunde alter Schlepper sollten sich am 13. Mai nichts vornehmen. An diesem Tag steigt das 8. Lanz-Bulldog- und Alttraktoren-Treffen im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur e.V. in Schwarzbach. Von 10 bis 17 Uhr gibt es ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Bis 11 Uhr erfolgt das Eintreffen der Traktoren.

Danach können die alten Trecker besichtigt und gefachsimpelt werden. Außerdem findet ein Schauschmieden statt. Um 14 Uhr erfolgt das Anwerfen der alten Lanz-Bulldogs und die Anwesenden können sich von dem einmaligen Sound der Oldies verwöhnen lassen. Ab 15 Uhr wird der Corso der Traktoren durch Schwarzbach durchgeführt.

Natürlich ist auch kulinarisch bestens für die Besucher gesorgt. So findet ein Verkauf von Schlachtwaren statt. Für das leibliche Wohl vor Ort stehen Eintopf aus der Gulaschkanone, Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln, Schinkenplatte sowie Roster, Knacker und Bockwurst aus eigener Herstellung bereit. Dazu gibt es ein frisches Bier vom Fass! Ab 14 Uhr können sich alle an Kaffee und Kuchen erlaben. uw