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15.01.2019 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Kultur - Managerin stellt Plan für Museum vor

Schwarzbach/Königsfeld. Wie man bei der Entwicklung des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach weiter vorgehen will, soll zur nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag der kommenden Woche berichtet werden. Zu Gast im Gremium ist dabei laut Tagesordnung Josephine Dreßler. Sie hatte im vergangenen September die Elternzeitvertretung für Karolin Kläber als Museumsmanagerin angetreten. Angestellt ist Dreßler beim Förderverein des Museums. Er betreibt die Einrichtung, welche der Gemeinde gehört. Zu der Kulturstätte zählen sechs denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, die nach Schwarzbach umgesetzt wurden. Zur Gemeinderatssitzung sprechen die Räte zudem über den Jahresabschluss der Kommune für 2017. (fmu)

25.01.2019 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Zehn Tage entscheiden über Zukunft

Die neue Managerin im Schwarzbacher Museum hat gekündigt. Mit ihr sollten Angebote ausgebaut, ein Konzept erarbeitet und ein neuer Träger gefunden werden. Nun droht der Verlust von Fördergeld.

Königsfeld. Unangenehme Überraschung für die Königsfelder Gemeinderäte: Am Dienstagabend erfuhren sie bei einer turnusmäßigen Beratung im Schwarzbacher Museum, dass dessen neue Managerin gekündigt hat. "Derzeit ist sie im Urlaub. Der Arbeitsvertrag endet mit dem Monat Januar", bestätigt Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos) auf Anfrage der "Freien Presse".

Der Förderverein des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur hatte die Managerin planmäßig bis Ende September 2019 angestellt. Sie sollte in dieser Zeit Karolin Kläber vertreten, die die Stelle seit Herbst 2017 innehatte und sich derzeit in Mutterschaftsurlaub befindet. Mit der Managerin sollte ein neues Konzept für das Museum erarbeitet werden, das dem Erhalt der Einrichtung dient und den Förderverein entlastet. "Ihre wesentliche Aufgabe bestand darin, das Museum auf sichere Füße zu stellen", sagt Ludwig. Das sollte helfen, einen neuen Träger zu finden. Denn bisher komme die Gemeinde für nicht aus Einnahmen, Zuschüssen oder Spenden gedeckten Kosten auf. "Die Steuerkraft der Kommune ist dafür jedoch auf Dauer zu gering", sagt Ludwig. Große Hoffnungen habe die Gemeinde deshalb in eine Partnerschaft mit der gemeinnützigen Mittelsächsischen Kultur GmbH gesetzt, die als Träger im Gespräch war.

"Durch die Kündigung stehen wir vor Problemen, für die der Gemeinderat auf Anhieb keine Lösung parat hat", so Ludwig. Knapp zehn Tage bleiben aus seiner Sicht, um über den weiteren Weg zu entscheiden. Dabei geht es auch um Fördermittel, die aus dem Leader-Programm für die Entwicklung im ländlichen Raum zugesagt sind. Im Gemeindehaushalt sind laut Bürgermeister für einen Dreijahreszeitraum zusätzlich 45.000 Euro für die Managerstelle eingeplant.

Von den bisherigen Zielen soll seiner Ansicht nach nicht abgerückt werden. Die Neubesetzung der Stelle müsse kurzfristig in Angriff genommen werden. Zudem werde Ludwig sich mit dem Landratsamt und der Denkmalschutzbehörde in Verbindung setzen. "Es geht um ein Museum mit hochwertigen Kulturgütern, in das viel Geld der Kommune sowie von Land und Bund geflossen ist", erklärt er. Mitglieder des Fördervereins und weitere ehrenamtliche Helfer haben mehr als 20 Jahre daran gewirkt, in Schwarzbach ein Museumsdorf aufzubauen, das einmalig in der Region ist. Die Häuser mit Fachwerk und Naturmaterial stammen aus einem Umkreis von zehn Kilometern und sind typisch für die Rochlitzer Region.

"Wir werden einen Weg finden, die Kuh vom Eis zu bekommen", versicherte Ludwig. Eine wichtige Zahl aus dem Rechenschaftsbericht ist für ihn die Besucherzahl. Mehr als 2000 seien es 2018 gewesen. Kathrin Minkus, Vorsitzende des rund 20Mitglieder zählenden Fördervereins, gibt sich ebenfalls zuversichtlich: "Wie arbeiten weiter an Veränderungen, schreiben am neuen Konzept und setzen die Suche nach einem Träger fort. Dabei will die bisherige Managerin den Verein auch künftig unterstützen." Gespräche mit potenziellen Partnern sollten weitergeführt werden. Ergebnisse erwarte Minkus bis Ende Februar. "Bis dahin muss noch viel besprochen und bewegt werden", sagt sie. Rita Türpe

02.02.2019 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Museum: Lösung wird gesucht

Die Schwarzbacher Einrichtung hat derzeit keinen Manager. An Konzept und neuer Trägerschaft wird aber weiter gefeilt.

Schwarzbach/Königsfeld. Wie es mit dem Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach weitergehen könnte, soll Thema zur nächsten Königsfelder Gemeinderatssitzung sein. Das bestätigte Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos). Das Gremium kommt am 12. Februar ab 19 Uhr im Rat- und Bürgerhaus der Gemeinde zusammen.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die bisherige Museumsmanagerin gekündigt hat. Ihr Vertrag ist Ende Januar ausgelaufen. Sie hatte planmäßig bis Ende September die Elternzeitvertretung von Karolin Kläber übernommen, die die Stelle seit Herbst 2017 innehatte. Finanziert wurden die Managerinnen über den Förderverein des Museums, der Fördergeld dafür erhält. Das Ensemble des Museums gehört der Gemeinde.

Für die weitere Führung des Museums gebe es mehrere Lösungsansätze, die in Kürze besprochen werden sollen, so die Fördervereinsvorsitzende Kathrin Minkus. Man sei auch im Kontakt mit dem Landratsamt und dem Regionalmanagement der hiesigen Förderregion im EU-Programm "Leader". "Es läuft auch weiter die Suche nach einem Träger", so Minkus. Die Idee: Das Museum in die Hände eines neuen Trägers zu geben, um es wirtschaftlich betreiben zu können. Im Gespräch ist unter anderem die Mittelsächsische Kultur gGmbH, deren alleiniger Gesellschafter der Kreis ist. Bis Ende März soll zudem ein betriebswirtschaftliches Konzept ausgearbeitet werden.

Saisonauftakt ist am 31. März mit dem Back- und Schlachtfest. Weitere Termine: 12. Mai: Lanz-Bulldog- und Alt-Traktoren-Treffen; 15. Juni: Sommerfest "Bienen und Blüten", mit Vorträgen und einer Dixie-Band; 8. September: Tag des offenen Denkmals; 14. September: Apfelquetschtag; 15. September: Erntedankfest; 1. Dezember: Back- und Schlachtfest. Kontakt zu Kathrin Minkus: 0176 30376331. Franziska Muth

14.02.2019 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Idee: Freistaat soll Schwarzbacher Museum übernehmen

Der Förderverein erarbeitet derzeit ein Nutzungskonzept für die Einrichtung - Erstmals ist ein Sommerfest geplant

Schwarzbach. Die neue Managerin des Schwarzbacher Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur hatte überraschend gekündigt. Über die Zukunft der Einrichtung haben die Königsfelder Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Dienstagabend diskutiert. Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen zur weiteren Entwicklung des Museums.

Seit 1. Februar ist die Managementstelle des Museums unbesetzt. Wie geht es in der Einrichtung nun weiter?

Das Museum wird derzeit durch den Förderverein betrieben. Das heißt, die rund 20 Vereinsmitglieder kümmern sich um die Anlage. Laut Kathrin Minkus, Vorsitzende des Fördervereins des Museums, kann das aber kein dauerhafter Zustand sein. Die Arbeit könne nicht allein durch Ehrenamtliche abgedeckt werden.

Welche Lösungsvorschläge stehen zur Diskussion?

Die naheliegende Lösung sei es, so Minkus, die Stelle mit zwei Honorarkräften zu besetzen. "Die Personalstelle der Museumsleitung ist noch bis September dieses Jahres durch öffentliche Gelder gefördert. Danach muss man sowieso sehen, wie es weitergeht. Jemanden komplett neu einzuarbeiten, würde aber Monate dauern", so Minkus. Die möglichen Honorarkräfte könne man schon benennen. Laut Verein bot sich die bisherige Managerin an, dem Museum weiterhin auf Honorarbasis zur Verfügung zu stehen. Zweite Honorarkraft könnte ihr Lebenspartner sein. "Wir fühlen uns durch dieses Hin und Her hintergangen", so Bürgermeister Frank Ludwig. "Uns als Verein ist klar, dass diese Konstellation einen seltsamen Beigeschmack hat, aber nach langem Überlegen und Abwägen von Alternativen ist das wirklich die beste Lösung", so die Vereinsvorsitzende Minkus.

Welche Aufgaben stehen in dem Museum als nächstes an?

Laut Gemeinderat und Förderverein muss ein Konzept erarbeitet werden, das den Fortbestand des Museums und den Schutz des denkmalgeschützten Immobilien-Ensembles gewährleistet. "Wir benötigen ein betriebswirtschaftliches Konzept. Mit dessen Erstellung hat der Lebenspartner der bisherigen Managerin bereits auf ehrenamtlicher Basis begonnen. Zusätzlich bedarf es natürlich noch eines ausführlichen Nutzungskonzepts. Daran arbeiten wir im Verein bereits'", so Minkus. Bis April soll dem Gemeinderat ein erster Entwurf vorliegen. Für die Inhalte des Konzeptes hat der Verein bereits konkrete Pläne.

Wie sieht die Zukunft des Museums aus?

Angedacht ist, dass der Freistaat Sachsen das Freilichtmuseum in seine Verantwortung übernimmt. Die Gemeinde könne die Kosten, die durch das Museum anfallen, nicht dauerhaft tragen, so der Bürgermeister. Laut Minkus sei man mit verschiedenen Ministerien in Kontakt, könne sich aber auch eine Stiftung als Träger vorstellen. Mit dem fertigen Konzeptentwurf werde man sich im April an in Frage kommende Stellen bei Freistaat wenden.

Welche Veranstaltungen sind dieses Jahr im Museum geplant?

Das Freilichtmuseum Schwarzbach beginnt die Saison am 31. März mit einem Back- und Schlachtfest. Erstmalig in diesem Jahr wird am 15. Juni auch ein Sommerfest unter dem Thema "Bienen und Blüten" stattfinden, das von einer Vortragsreihe rund um das ländliche Leben begleitet werden soll. Weitere Veranstaltungen werden bekannt gegeben. Claudia Bodenschatz