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28.11.2018 / blick.de Mittelsachsen

Freilichtmuseum lädt zum Back- und Schlachtfest

Schwarzbach. Im Freilichtmuseum findet am 2. Dezember von 10 bis 16 Uhr das traditionelle Back- und Schlachtfest statt.

Neben Bäcker und Fleischer werden besonders die selten gewordenen Handwerke wie das Weben und Spinnen in Schauvorführungen erlebbar sein. Adventsstimmung kommt bei heißen Glühwein oder Apfelpunsch um den festlichen Weihnachtsbaum im Museumshof auf. Regionale Händler bieten ihre Waren an. Um 14 Uhr wird der Weihnachtsmann erwartet. Im beheizten Vereinsraum kann jeder schlemmen, sei es herzhaft bei Schlachteplatte, Wellfleisch und Vegetarischem aus dem Backofen sowie köstlich-süß beim ersten Christstollen des Jahres.

Neben der Hausschlachtung werden auch die Bauernbrote und Stollen in Eigenregie des Vereins im holzbefeuerten Museumsofen nach historischem Vorbild gebacken. Vorbestellung der Schlacht- und Backerzeugnisse wird empfohlen unter Telefon: 03737 449428. afu

26.09.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Museum: Neues Konzept für Zukunft

Bei der Einrichtung in Schwarzbach arbeitet man an einer Strategie, die das Haus sichern soll. Es geht um Geld und Inhalte - und darum, den Förderverein zu entlasten.

Schwarzbach. Im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach stehen die Zeichen weiter auf Veränderung. Ziel der Verantwortlichen: den Betrieb des Hauses langfristig sichern. Bis Ende des Jahres soll ein Konzept ausgearbeitet werden, das unter anderem festhält: Was ist das Museum und welche Bedeutung hat es? Sowie: Welche museumspädagogischen Ziele werden verfolgt? Darüber hat Kathrin Minkus informiert.

Die Schwarzbacherin ist seit kurzem neue Vorsitzende des Fördervereins. Er betreibt das Museum, das der Gemeinde gehört. Viele Jahre hatte Klaus Zschage den Vorsitz inne. Er hatte vor längerem angekündigt, den Posten aus gesundheitlichen Gründen abgeben zu wollen.

Geplant ist unter anderem, das Museum in die Hände eines neuen Trägers zu geben, um es wirtschaftlich betreiben zu können. Denn beim Betrieb gerät der rund 20 Mitglieder starke Verein an seine Grenzen. "Es gibt Gespräche mit einem potenziellen Träger", so Minkus. Um wen es sich handelt, will sie noch nicht sagen. Der Förderverein soll dennoch weiter bestehen bleiben. Zahlreiche weitere Ideen gibt es für die Fortführung des Hauses. Minkus verfolgt sie gemeinsam mit Josephine Dreßler. Die Geithainerin ist planmäßig bis 30. September 2019 Museumsmanagerin, angestellt über den Verein. Sie vertritt Karolin Kläber, die die Stelle seit Herbst 2017 innehatte und Mutter wird. "Das Museum bietet eine Kulisse, die bespielt werden kann", sagt Dreßler.

Unter anderem will man sich dem Ausbau der pädagogischen Arbeit mit Schulen widmen. Schon jetzt würden Führungen für Klassen gern angenommen. Neue Veranstaltungen seien denkbar. Beispielsweise könne man sich der Ernährung zuwenden: Wie wurde früher gewirtschaftet, was lässt sich heute noch umsetzen. Vorstellbar sei auch, dass sich Veranstalter einmieten, um Themen wie Landwirtschaft, Umwelt und Kultur aufzugreifen. Auch Theater soll es geben.

Weiterhin bestehen Pläne, den Vereinsraum neu herzurichten, damit er von Interessierten genutzt werden kann. Außerdem soll im Poppitzer Wohnstallhaus ein Klassenzimmer eingerichtet werden, in dem Lesen und Schreiben deutscher Schrift vermittelt wird. In einem Bauerngarten könnte Kindern lernen, Obst und Gemüse anzubauen.

Mit dem Konzept als "roter Faden" will man auch auf Partner zugehen. Denkbar sei eine Kooperation mit der Naturschutzstation Weiditz. Die Verbindung zur Kirchgemeinde soll gestärkt werden - ein Schritt dazu sei gemacht: Zum Erntedankfest im Museum fand erstmals ein Gottesdienst im Museumshof statt. Minkus will sich auch dafür einsetzen, dass alle Königsfelder freien Eintritt ins Museum haben.

Nicht zuletzt gelte es zu prüfen, wie viele Angestellte für den Betrieb nötig sind und wie die Stellen finanziert werden können. Das ist eine der Hauptaufgaben von Dreßler, die zudem das Museum über das Internet noch bekannter machen will. Franziska Muth

04.09.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Neue Managerin fürs Museum

Josephine Dreßler will sich während ihrer Zeit in Schwarzbach dem Poppitzer Wohnstallhaus widmen. Besucher will sie auch über soziale Medien anlocken.

Schwarzbach. Das Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach hat eine neue Managerin: Josephine Dreßler aus Geithain. Die 29-Jährige vertritt bis voraussichtlich 30. September 2019 die eigentliche Museumsmanagerin Karolin Kläber, die Mutter wird.

Josephine Dreßler hat in Leipzig Kunstgeschichte studiert und in Bamberg danach ihren Masterabschluss in Denkmalpflege gemacht. Unter anderem arbeitete sie bereits zwei Jahre lang in München beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Dort war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, speziell im Bereich Denkmalerfassung. Als Freiberuflerin arbeitete sie zudem in den Bereichen Architekturfotografie und Kunstgeschichte. Darüber hinaus hat Josephine Dreßler an der Universität in Leipzig gelehrt.

In den nächsten Wochen werde sie sich in Schwarzbach vor allem in die Bereiche Verwaltung und Fördermittelbeschaffung einarbeiten, sagt sie. Zudem möchte sie sich dem Poppitzer Wohnstallhaus widmen - das Gebäude als eines im Ensemble soll einmal unter dem Thema "Kinder auf dem Hof" eingerichtet werden. Auch zum Auftritt des Museums in sozialen Netzwerken im Internet will die 29-Jährige Ideen entwickeln.

"Ich denke, dass ich in die Aufgabe gut hineinwachsen kann", sagt sie. Dabei werde sie vom Förderverein des Museums und Karolin Kläber, die seit Oktober vergangenen Jahres als Museumsmanagerin tätig gewesen ist, unterstützt.

Die nächste Veranstaltung im Museum ist das Erntedankfest am 16. September. Von 10 bis 16 Uhr kann es besucht werden. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Waren der Region". Franziska Muth

22.06.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Museumsmanagerin wird im Herbst Mutter

Für Karolin Kläber, die das Schwarzbacher Haus leitet, wird eine Nachfolge gesucht. Die Gemeinde Königsfeld ist bereits im Kontakt mit Bewerbern.

Schwarzbach. "Manche Dinge suchen sich den richtigen Zeitpunkt einfach selbst", sagt Karolin Kläber, Managerin des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach, über ihr - unverhofftes - Glück. Die 31-jährige Museologin aus Leipzig erwartet ein Kind, wird im Herbst Mutter. Für die Zukunft des Hauses im Königsfelder Ortsteil muss neu geplant werden.

Kläber ist seit 1. Oktober 2017 Museumsmanagerin. Die Vollzeitstelle ist auf zwei Jahre befristet. 70.000 Euro trägt der Förderverein des Museums, über den Karolin Kläber angestellt ist. Das Geld kommt aus dem EU-Topf "Leader". 30.000 Euro zahlt die Gemeinde. "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden", so Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos). Bis Ende Juli soll eine Person gefunden werden, die die Stelle für die Zeit einnehme, in der Kläber nicht zur Verfügung stehe.

Die Gemeinde lade Bewerber zu Gesprächen ein. Wünschenswert wäre eine Person, die vergleichbare Qualifikationen wie die Museologin hat. Man sei im Kontakt mit mehreren Kandidaten, darunter Interessenten, die sich bereits auf die jetzige Stelle beworben hatten.

Frank Ludwig schätzt die bisher von Karolin Kläber geleistete Arbeit, diese müsse man ihr "hoch anrechnen". Unter anderem ist auf ihre Initiative hin und mit Hilfe des Vereins die Dauerausstellung neu geordnet worden. Neue Informationsschilder sind hinzugekommen und vermitteln Wissenswertes auch ohne Führung. Nicht zuletzt gibt es nun feste Öffnungszeiten des Museums von dienstags bis sonntags. "Seit Saisoneröffnung am 8. April hatten wir 650 Besucher. Bei den Einnahmen haben wir bereits jetzt die Summe des Vorjahres erreicht", so die junge Frau.

Kläber will weiterhin gemäß ihres Konzeptes arbeiten, anstehende Termine und Veranstaltungen werden vorbereitet. "Ich möchte meinem Nachfolger so viele Ergebnisse wie möglich übergeben", sagt sie. Bis Herbst möchte sie noch das Poppitzer Wohnstallhaus - eines von mehreren denkmalgeschützten Häusern des Ensembles - fertigstellen. Darin wird sich alles um das Thema "Kinder auf dem Hof" drehen. Nächste öffentliche Veranstaltung ist das Erntedankfest am 16. September. Franziska Muth

14.05.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Knatternde PS-Veteranen auf Reise in die Vergangenheit

Zur gestrigen Schau alter Traktoren in Schwarzbach gab es viel zu bestaunen. Zudem konnten die Besitzer der historischen Gefährte allerhand Interessantes über die Geschichte der Oldtimer erzählen.

Schwarzbach. Vorsommerliche Hitze, der typische Geruch von Öl und Diesel und stolze Traktoristen, die mit ihren knatternden Gefährten aufs Gelände fuhren und sich von den Fans bereitwillig fotografieren und ausfragen ließen - diese Mischung lockte gestern zahlreiche Besucher aufs Gelände des Museums für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur nach Schwarzbach. Zum mittlerweile 17. Mal fand dort das Lanz-Bulldog- und Alt-Traktoren-Treffen statt. Auf der Wiese neben dem Museum hatten die Besitzer mehr als 40 dieser historischen Fahrzeuge aufgereiht, um sie dem interessierten Publikum zu präsentieren.

Aus dem Frohburger Ortsteil Frauendorf war Friedheim Berger mit Familie auf seinem 45 PS-starken Lanz Bulldog D 9531, Baujahr 1937, angereist. Der Traktorenfreak hatte damit eines der ältesten Gefährte dieses Treffens nach Schwarzbach gebracht. Dem Fahrzeug selbst sieht man die Jahre nicht an. "Der fuhr mal in Rumänien. Ich habe ihn 2002 als Schrottfahrzeug ohne Räder und ohne Blech in Thüringen gekauft", erinnert sich der 65-Jährige. In fünf Jahren Arbeit habe er den einstigen Schrott-Rumpf wieder in einen Traktor verwandelt. "Rund 40.000 Euro stecken mittlerweile hier drin. Da war der Kaufpreis von 10.000 Euro noch das Geringste", verrät der Traktorenfan. Teile zu bekommen, sei nicht das große Problem. Bei Holländern sei er unter anderem fündig geworden. Zu sechs bis acht Treffen fahre er pro Jahr, gestern waren auch seine Frau und sein Sohn mit dabei. Damit alle auf den Traktor passen, habe Friedheim Berger die Sitzbank vergrößert. Mit bis zu 35 km/h gehe es somit über Land. "Natürlich darf man den Verbrauch nicht sehen", scherzt der stolze Besitzer. Denn rund 27 Liter Diesel auf 100 Kilometer gehen da locker schon mal durch den Auspuff. Und ganz ohne Risiko sei das Fahren, vor allem über weitere Strecken, auch nicht. Denn noch gut kann er sich an eine Rückfahrt von Wolfsburg erinnern, als der Motor festfuhr. Das alles sei für die Familie kein Hinderungsgrund, auch in Zukunft an solchen Treffen wie in Schwarzbach teilzunehmen.

Gefachsimpelt wurde gestern viel, bevor sich am Nachmittag die Oldtimer zu einem Korso durch den Ort formierten. Auch Steffen Schumann von den Schlepperfreunden aus Tanneberg wollte gestern nicht fehlen in der Runde und war gleich mit zwei Fahrzeugen vertreten: einem Land Bulldog D 9506, Baujahr 1950, und einem kleineren D 7506, Baujahr 1943. "Der Große war mal ein Export-Fahrzeug und ist in Chile gelaufen", weiß er. In einem kleineren Ort bei Dortmund hatte er ihn 2001 gekauft. "Ein halbes Jahr lang habe ich fast jeden Tag daran geschraubt." Fünf Traktoren hat der Hobby-Landwirt mittlerweile zu Hause auf seinem Grundstück stehen.

Mit selbst gebackenem Kuchen sowie Speisen und Getränken hatten gestern die Mitglieder des Fördervereins und der Kindergarten Weißbach für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Uwe Lemke

09.04.2018 / Blick Mittelsachsen

Freilichtmuseum im neuen Glanz - Museum bittet zum Schlachtfest

Schwarzbach. Am Sonntag, den 8. April präsentierte sich das Freiluftmuseum Schwarzbach im Königsfelder Ortsteil zum Saisonauftakt.

Die neue Museumschefin Karolin Kläber war mit ihren Mitstreitern und den Mitgliedern des Fördervereins sehr aktiv um das neue Konzept umzusetzen. Jedes Gebäude und jeder Raum hat nun sein eigenes Thema. Auf Informationstafeln kann der Besucher bei einem Rundgang nun die Geschichte und Hinweise zu den Mobiliar und Gerätschaften nachlesen.

Auch mit Leckerein lockt das Freilichtmuseum seine Besucher

"Ich bin sehr auf das Feedback der Besucher gespannt und wie die Neuerung angenommen wird", sagt die 31-jährige Museologin, denn zum Back- und Schlachtfest ist der Eintritt ins Museum kostenfrei und jeder kann selbstständig auf Entdeckungstour gehen. Außerdem sind zwischen 10 und 16 Uhr frische Schlachtwaren und Brote aus dem Holzbackofen zu haben. Zusätzlich kann frisches Wellfleisch mit Kraut und Kartoffeln direkt vor Ort genossen werden und am Nachmittag steht frisch gebackener Kuchen auf dem Tisch.

Freie Stelle für ein freiwilliges ökologosches Jahr anzubieten

Bereits umgestaltet sind das Doberenzer Wohnstallhaus, die Königsfelder Schmiede und das Leupahner Seitengebäude. Geplant ist die Umgestaltung des Poppitzer Wohnstallhauses noch in diesem Jahr. Dort dreht sich dann alles um Kinder auf dem Hof. Gleichfalls ist noch der Umzug der Kasse und des Büros in die Schmiede vorgesehen. "Außerdem haben wir noch eine freie Stelle für ein freiwilliges ökologisches Jahr anzubieten".

Zu den Aufgaben würden unter anderen die Unterstützung in den Außenanlagen, beim Bau eines Insektenhotels und die Bewirtschaftung des Bauerngartens zählen. Ab Sonntag wird auch die neue Homepage freigeschalten und es gibt druckfrische Flyer. Geöffnet ist nun immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. afu

05.04.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Schwarzbacher Museum startet mit neuer Frische in die Saison

Am Sonntag wird gefeiert, ab Dienstag ist an sechs Tagen in der Woche geöffnet. Museumsmanagerin Karolin Kläber hat nicht nur die Räume verändert.

Schwarzbach. Lampen werden noch installiert, kleine Schilder und große Tafeln zur Information angebracht, einige Gegenstände noch aus den Räumen entfernt: Im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach läuft der Countdown. Am Sonntag, zum Back- und Schlachtfest von 10 bis 16 Uhr, soll sich das Museum in neuer Gestalt präsentieren.

Mit Freude blickt Karolin Kläber auf den Sonntag und die Wochen danach. Die 31-jährige Museologin aus Leipzig ist seit Oktober die Museumsmanagerin. Sie hat die Dauerausstellung in großen Teilen völlig neu gestaltet. Zum Fest am Sonntag ist der Eintritt in die Häuser des Museum frei. Ab nächster Woche ist es immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen können auf Anfrage gebucht werden. Der Eintritt kostet dann 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, muss nichts bezahlt werden. Sie sei gespannt, wie die Öffnungszeiten angenommen werden, so Kläber.

Das Museum lässt die Historie aus der Zeit um 1900 lebendig werden. Begehbar sind zunächst drei Häuser: Das Doberenzer Wohnstallhaus, die Königsfelder Schmiede und das Leupahner Seitengebäude. "Manche Räume sind geblieben, andere vollkommen anders geworden", erläutert die Museumsmanagerin. Im Doberenzer Haus beispielsweise findet sich nun ein Raum einer Auszüglerwohnung mit Bett wo zuvor Schulbänke standen. Und aus einem Raum, der historisches Spielzeug beherbergte, ist ein Musikzimmer mit Klavier geworden. Eines fällt auf: Die Räume sind teils deutlich leerer als zuvor. Die Besucher sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie viele Gegenstände in einer Wohnung wirklich zu finden waren, erklärt Karolin Kläber.

Thema im Leupahner Seitengebäude sind Zimmerarbeiten und das Bauhandwerk, in einer Werkstatt daher Sensen, Puppenhilfen, Beile zu sehen. Die Königsfelder Schmiede widmet sich ähnlich wie zuvor diversen Gewerken, dort kann man mehr übers Weben, Schustern, Imkern, die Getreideverarbeitung, das Backen erfahren. In der Schmiede werden künftig auch die Kasse und das Büro von Kläber zu finden sein.

Im Laufe des Jahres soll auch das Poppitzer Wohnstallhaus fertig werden. In ihm dreht sich alles um das Thema "Kinder auf dem Hof". Noch weiteres ist in Planung oder neu. In der nächsten Woche wird die neue Internetseite freigeschaltet, auch neue Flyer gibt es. Im nächsten Jahr soll jedes Haus eine Außenbeschriftung erhalten, mit Baujahr, Historie und einer Karte dazu, wo in einer anderen Ortschaft das Gebäude einst stand, bevor es ins Museumsdorf umgesetzt wurde. Gehofft wird auf Fördergelder.

Bei den zurückliegenden Arbeiten konnte Karolin Kläber auf die Mitglieder des Fördervereins bauen, betont sie. Der Verein betreibt das Museum, das der Gemeinde Königsfeld gehört. Kläber ist auf zwei Jahre angestellt, finanziert von der Kommune und mit Fördergeld. Vier Personen sind zudem bis Jahresende über das Programm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt beschäftigt. Ab September bietet der Verein Grüne Liga Sachsen Interessierten an, im Museum ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren. Franziska Muth

22.03.2018 / www.blick.de

Saisoneröffnung mit Back- und Schlachtfest

Museale Freilufteinrichtung in Schwarzbach präsentiert sich im neuen Glanz

Schwarzbach. Am 8. April ist es wieder soweit und das Museum in Schwarzbach öffnet mit seinem traditionellen Back- und Schlachtfest seine Tore und somit auch die Saison.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt
Im Angebot zwischen 10 und 16 Uhr sind frische Schlachtwaren und Brote aus dem Holzbackofen. Zusätzlich kann frisches Wellfleisch mit Kraut und Kartoffeln direkt vor Ort genossen werden und am Nachmittag steht frisch gebackener Kuchen auf dem Tisch. Wer sichergehen will, kann noch bis zum 4. April seine Bestellung aufgeben.

Neue Räumlichkeiten bewundern
Ebenso ist ein Rundgang durch die neu gestalteten Museumsräume zu empfehlen. "In den Wintermonaten wurde viel umgestaltet und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Leider können wir trotz Anstrengung noch nicht alle Häuser fertig präsentieren. Im Laufe des Jahres schaffen wir das noch.

Auch im Internet präsentiert sich das Museum in neuem Licht
Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Der Förderverein des Museums freut sich über Spenden zur Erhaltung der Häuser und der weiteren Ausgestaltung", berichtet Museumsleiterin Karolin Kläber. Neu ist außerdem ab April die Homepage und es gibt druckfrische Flyer. Außerdem sind die Häuser wieder zu regulären Öffnungszeiten zu besichtigen. Bis zum 8. April ist noch Winterpause. Danach ist bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. afu

21.02.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Museum in Schwarzbach stellt sich neu auf

Unter Managerin Karolin Kläber wird an der neuen Dauerausstellung gearbeitet. Schon im April soll diese öffnen.

Schwarzbach. Im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach ist frischer Wind eingezogen und hat erst einmal die Räume leer gefegt. Karolin Kläber, seit 1. Oktober Managerin des Museums, ist dabei, ihre neuen Ideen zum Museumsangebot umzusetzen.

Dafür hat die 31-jährige Leipzigerin Fördermittel in Höhe von einigen Tausend Euro bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen beantragt. "Wir haben einen vorzeitigen Maßnahmebeginn angefragt und sind deshalb schon über dem Ausräumen der Räume", erklärt die Museologin. Ziel sei, dass die Ausstellung selbsterklärend ist, Besucher also auch abseits von Führungen viele Informationen erhalten. Eine Ausstellungsgestalterin soll Tafeln erarbeiten, die Infos zu Räumen und Exponaten bieten. Kläber: "So wird der Besucher sich gut zurechtfinden." Hier und da seien außerdem neue Lampen, Vitrinen und unauffällige Absperrungen für die Museumsräume nötig, erläutert Kläber. Dies alles kostet Geld.

An der Summe wird sich auch der Förderverein des Museums beteiligen. Über den Verein ist Kläber auf zwei Jahre befristet angestellt. Die Eigenmittel für die neue Schau werden von der Gemeinde Königsfeld bereitgestellt. Karolin Kläber hofft nun auf eine schnelle Bestätigung des Fördermittelantrags.

Zur Saisoneröffnung am 8. April soll die neue Dauerausstellung erstmals zu sehen sein. Das Konzept der Museumsmanagerin sieht vor, dass jedes Gebäude des Museumsdorfes mit einem Thema verbunden ist. Die historischen Objekte wurden vor Jahren aus anderen Ortschaften nach Schwarzbach umgesetzt.

Im Wohnstallhaus aus Doberenz wird sich künftig alles ums Wohnen drehen. Eingerichtet werden darin eine Auszüglerwohnung und ein Musikzimmer mit Klavier. Bereits vorhanden sind Schlafstube, Jagdzimmer und Gesindekammer - sie sollen im Groben bleiben wie bisher. Zu finden ist in diesem Haus auch ein Raum mit Waschutensilien sowie ein Bereich, der Gerätschaften früherer Heimarbeiten, wie Weben und Spinnen, zeigt.

In der Königsfelder Schmiede widmet man sich künftig alten Handwerkstechniken. Besucher finden Arbeitsgeräte zur Milchverarbeitung über die Imkerei bis zur Verarbeitung von Getreide. In einen Anbau soll auch die Museumskasse einziehen. Im Poppitzer Wohnstallhaus dreht sich alles um die Kinder und deren frühere Aufgaben auf dem Hof. Im Leupahner Seitengebäude wird alles rund ums Bauen untergebracht. "Hier gibt es offenliegende Wände, an denen sich gut erklären lässt, wie früher Fachwerkhäuser gebaut wurden", so Kläber.

Die junge Frau ist noch mit der Recherche befasst und stöbert dafür unter anderem im Staatsarchiv in Leipzig, um ergänzende Dokumente für das Museum aufzuspüren. So möchte sie etwa eine originalgetreue Kopie des Ausgedingevertrags vom Doberenzer Wohnhaus anbringen. In solchen Verträgen regelten früher die Besitzer eines landwirtschaftlichen Betriebes bei der Hofübertragung an ihre Nachfolger, wie diese wiederum für sie zu sorgen haben. "Da stand dann zum Beispiel drin, wann die Kinder ihre Eltern in die Kirche fahren müssen oder wann sie wie viel Milch an sie abzugeben haben", erläutert Kläber.

Dies seien Details, die der Museologin wichtig sind, um den Museumsbesuch informativer und reichhaltiger zu gestalten. Ziel ist es, die Besucherzahl zu steigern. Neben festen Öffnungszeiten sollen aber auch künftig Führungen durch die Räume angeboten werden.

Kultureinrichtung bietet vielfältige Veranstaltungen übers Jahr

Mit dem Back- und Schlachtfest soll am 8. April Saisoneröffnung im Schwarzbacher Museum sein. Dann wird auch die neue Dauerausstellung eröffnet.

Das Lanz-Bulldog- und Alt-Traktoren-Treffen am 13. Mai steht in diesem Jahr unter dem Motto "Alt trifft Neu". Neben den Alt-Traktoren wird ein moderner Traktor zu sehen sein und seine Technik erklärt.

Zum Handwerkertag am 10. Juni zeigen Handwerker ihre Fertigkeiten. Vertreten sind unter anderem ein Schmied und eine Imkerin. Dazu spielt die Gruppe Nimmersêlich mittelalterliche Musik.

Das Erntedankfest am 16. September steht in diesem Jahr unter dem Motto "Waren der Region". Im Museum wird an jenem Tag der Gottesdienst abgehalten.

Saisonende mit Back- und Schlachtfest ist am 2. Dezember.

Alle Tagesveranstaltungen sind von 10 bis 16 Uhr geplant. Regulär geöffnet haben soll das Museum von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. fmu/fun

20.02.2018 / Freie Presse Rochlitzer Ausgabe

Bewirtung soll Besuch des Museums ergänzen

Idee für Kulturstätte in Schwarzbach - Konzept nun öffentlich vorgestellt

Königsfeld. Nach dem Ausstellungsbesuch noch einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen essen - das könnte künftig auch im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur in Schwarzbach möglich sein. "Wir haben die Idee, einen kleinen Platz mit Café-Charakter einzurichten, in dem man verweilen kann und an dem Bewirtung im kleinen Rahmen angeboten wird", sagt Karolin Kläber, seit vorigem Herbst Museumsmanagerin. Der Raum, geplant im Poppitzer Wohnstallhaus, würde Besucher ins Museum ziehen, so die 31-Jährige.

Derzeit werde noch überlegt, wie der Plan umgesetzt werden kann. Die Idee ist ein Teil des neuen Konzeptes fürs Museum. Vor wenigen Tagen hat Kläber es im Gemeinderat vorgestellt. Unter anderem umfasst es eine Umgestaltung der Dauerausstellung und feste Öffnungszeiten von dienstags bis sonntags in der Zeit von April bis Oktober. "Ich fand die Vorstellung positiv." Sie habe die Rückmeldung erhalten, "in die richtige Richtung" zu laufen". Kläber sprach die Einladung an alle Bürger aus, sie anzusprechen und sich übers Konzept zu informieren. Auch wer helfen wolle, sei willkommen.

"Ein Teil der Gemeinderäte hat signalisiert, dass er der Einladung gern nachkommen will", so Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos). Auch die Möglichkeit, die Räume privat nutzen zu können, sei zur Sprache gekommen.

Zum Museum zählen sechs denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, die nach Schwarzbach umgesetzt wurden. Die Gebäude gehören der Gemeinde Königsfeld, der Betrieb obliegt dem Förderverein. Über ihn ist Kläber auf zwei Jahre angestellt. Finanziert wird die Stelle von der Gemeinde und durch Fördergeld. Am 8. April ist Saisoneröffnung mit dem Back- und Schlachtfest. fmu